Vortrag und praktisches Arbeitsseminar
Ist ein Zahn trotz großem Engagement und Behandlungsaufwand nicht mehr zu erhalten, stellt sich spätestens post extractionem die Frage, wie die entstehende Lücke provisorisch und definitiv zu versorgen ist. Konventionelle Interimsprothesen bedingen nicht nur eine schlechte Akzeptanz der Patienten, sondern vor allem im Frontzahnbereich einen starken Verlust der natürlichen Weichgewebsarchitektur. Definitive prothetische Lösungen sind invasiv und führen nicht selten – aufgrund einer kritischen Pfeilerbewertung – zu weiteren Extraktionen. Implantologische Versorgungen sind meist zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden.
Wie wäre es, den extrahierten Zahn als Brückenglied direkt post extractionem als Immediatversorgung wieder einzukleben, sodass das Extraktionstrauma für den Patienten wesentlich geringer ist und gleichzeitig für eventuell spätere prothetische oder implantologische Maßnahmen die Weichgewebsarchitektur weitestgehend erhalten bleibt?
Glasfaserverstärkte Komposit-Restaurationen eröffnen dem Zahnarzt ganz neue kreative Möglichkeiten bei hoher Erfolgsrate und guter Wirtschaftlichkeit. Viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten dieser bewährten Technologie werden im Vortrag besprochen, so z. B.:
Steht der eigene Zahn nicht mehr zur Verfügung, so kann auch direkt im Mund ein Brückenglied aufgeschichtet werden. Dazu wird im Seminar die aktuelle und vereinfachte Schichttechnik mit neuen Schmelzmassen zur vorhersagbaren Erzielung ästhetischer Frontzahn-Restaurationen besprochen.
Im Anschluss an den Vortrag werden die Teilnehmer eine glasfaserverstärkte Kompositbrücke mit ästhetischer Schichtung des Brückengliedes auf dem Modell direkt herstellen.
Mitzubringen:
Luppenbrille, falls vorhanden.